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160. Ausgabe

September 2017
15. Jahrgang
 

Alles hat seine Zeit

„Vitamin B“ heißt es, wenn jemand jemanden kennt, der jemanden kennt, der einem helfen kann. „B” steht für Beziehungen, und die waren in der DDR oft nötig, um an ein Wochenendgrundstück zu kommen. Albin Z. hatte beides: Beziehungen und Glück. So gelangten er und seine Frau 1972 in den Besitz eines rund 1.000 Quadratmeter großen Grundstücks voll alter Kirsch- und Pfirsichbäume in Berlin-Mahlsdorf. „Damals gab es in der Gegend kaum Wohnhäuser. Die Leute haben auf ihren Grundstücken Obst und Gemüse angebaut“, erzählt Albin Z.
Der ehemalige Ingenieur sitzt mit seiner Frau Lieselotte im Esszimmer ihrer Genossenschaftswohnung in Wendenschloß, in der sie bereits seit 1961 wohnen. Auf dem Esstisch vor ihnen liegt ein blauer Hefter mit vergilbten und neuen Papieren. Erstere stammen aus der DDR. „Wir haben für alles eine Genehmigung gehabt“, sagt er. Für den Bau eines Bungalows mit zwei Zimmern, Küche und Bad, für die Garage und das kleine Klärwerk. Eines der neuen Papiere ist erst wenige Wochen alt: der Notarvertrag. Mit Hilfe von Bachmann Immobilien haben sie jetzt das Grundstück verkauft, auf dem sie jeden Sommer mit ihren Kindern und später den Enkeln und Urenkeln verbracht haben. „Uns ist die Entscheidung nicht leicht gefallen“, erzählt Lieselotte Z. „Wir haben drei Jahre lang darüber nachgedacht.“ Aber es ging einfach nicht mehr. Rasenmähen, eine 90 Meter lange und 2,20 Meter hohe Lebensbaum- und Laubhecke schneiden. Weder die Kinder noch die Enkelkinder wollten das Grundstück übernehmen. Also fassten sie eines Tages den Entschluss, beim Firmensitz von Bachmann Immobilien in Mahlsdorf Halt zu machen, an dem sie Jahr für Jahr vorbeigefahren waren. Sie wollten den Mann persönlich kennenlernen, den sie von den Werbebildern kannten. Gerade weil die Nachfrage nach Grundstücken zurzeit groß ist, mochten sie auf professionelle Hilfe beim Verkauf nicht verzichten. Albin Z. sagt: „Das Geschacher um den Preis wollten wir uns nicht antun.“ Außerdem hatten sie viele Fragen.
„Herr Bachmann ist wirklich sehr nett und kompetent“, sagt Lieselotte Z. Er sah sich das Grundstück an und war beeindruckt. „Das ist ein wunderschönes Fleckchen Erde“, erklärte er und beantwortete alle ihre Fragen. Gemeinsam mit Uwe G. Bachmanns zehnköpfigem Team wurde der Verkauf vorbereitet, also die Unterlagen zusammengestellt, ein Immobilienvideo gedreht und ins Internet gestellt. „Wir hatten keine Arbeit damit, keinen Stress“, sagt Lieselotte Z. Noch heute sind die beiden beeindruckt, dass das Grundstück bereits nach 24 Stunden reserviert war. Die Käufer werden zwei Einfamilienhäuser darauf bauen.
Ob sie es nicht bedauern, dass sie ihr Paradies verloren haben und der Bungalow abgerissen wird, in dem sie so viele Jahre glücklich waren? „Ein bisschen Wehmut ist dabei“, sagt Lieselotte Z. Jetzt freuen sie sich aber auf das, was kommt: Mit dem Geld aus dem Verkauf wollen sie ihren Kindern und Enkelkindern eine Freude machen und neue Möbel und Pflanzen für ihren Balkon kaufen. Die Urenkel werden oft zu Besuch kommen – oder sie fahren hin. So ist es auch schön!
Kiez-Reporterin: Frau Kaemmel

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