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Kiez-Report


 

Suche Haus mit Garten in kinder- und bienenfreundlicher Umgebung ...

Von Stuttgart über Konstanz und Bielefeld bis nach Berlin hat Familie Kohfink nach einem neuen Zuhause gesucht und ist nun in Berlin-Mahlsdorf fündig geworden.

Eines Tages im April kauft Herr Kohfink mit Unterstützung der YBI Immobilien GmbH das kleine Häuschen mit Garten. Darin gibt es viel Grün und vor dem Gartenzaun die ganze Straße entlang stehen wunderschöne Lindenbäume, ein guter Lebensraum, auch für seine Bienen. Hier passt alles: Die Luft ist frisch und sauber, kein Flugzeuglärm zerreißt das Summen der Bienen, kein Industriestaub macht die Baumblätter weiß. Hier in Mahlsdorf, in dieser idyllischen Kleingartenanlage, die vom Grün der Lindenbäume und der hohen, alten Tannen geprägt wird, will der Wirtschaftsjournalist mit seiner Familie das Wochenende verbringen. Die Kinder können herumtollen und die Honigbienen fleißig sein. Sie finden genug Nahrung in den Bäumen. Eine Biene verhungert bereits nach einem Tag ohne Nahrung.

Ich stehe in der Lindenstraße und schau mal über den Gartenzaun zur Familie Kohfink hinein. Neben den Eltern gehören die drei Kinder im Alter von ein bis sechs Jahren und 15 Bienenvölker zur Familie.

Herr Kohfink ist Hobbyimker und stolzer Besitzer von 15 Bienenvölkern, die ihr Zuhause in den großen, grünen Kästen im Garten haben. Der kleine, bunte Kasten, links im Bild, ist für die Aufzucht der Königinnen. Wird eine Biene mit Gelée royale gefüttert, eine besondere Absonderung der Arbeitsbiene, wird sie zur Königin. Sie ist die Einzige, die sich fortpflanzen kann. Die Entwicklung einer Königin vom Ei bis zum vollständigen Insekt dauert 16 Tage, die einer Arbeiterin 21 und die einer Drohne 24 Tage.

Jeder Kasten wiegt ca. 40 Kilo. Und wie sieht es in einem Bienenhaus aus? Es brummt und summt, sie fliegen rein, sie fliegen raus. Sie füttern die Larven und putzen das Haus. Hier leben Tausende von Arbeiterinnen, Hunderte von Drohnen und nur eine einzige Königin.

Von Mai bis Juli hat Herr Kohfink alle Hände voll zu tun. Es ist die Zeit, in der der Honig geschleudert werden muss, und in der ein Schwarm schon mal auf Reisen geht; das Bienenvolk teilt sich, bevor die neue Königin geboren wird und sucht nach einem neuen Zuhause. Hängen die Bienen dann am Baum in Nachbars Garten, ist Ruhe und Besonnenheit geboten. Die Bienen werden mit Wasser übergossen oder auch vom Baum geschüttelt und fallen in den bereitgehaltenen Schwarmfangsack. Ist die Königin dabei, folgen alle freiwillig.

Natürlich hofft der Papa, Herr Kohfink, zweiter Vorsitzender des Imkereiverbandes in Berlin, dass sein Sohn Hagen in seine Fußstapfen tritt, zumal es Nachwuchssorgen in dieser Branche gibt. Hagen hat schon mal voller Stolz sein eigenes Produkt kreiert: „Hagen Honig“. Wenn der Sommer zu Ende geht, wird er eingeschult. Und wenn seine Mitschüler dann von ihren Haustieren wie Meerschweinchen, Hamstern und Wellensittichen erzählen, wird er ihnen dazu sicher ein Honigbrötchen mit Honig aus seiner eigenen Erzeugung schenken.
Sie, liebe Leser, bekommen „Hagener Honig“ und andere Sorten ab 3,60 € das Pfund bei Herrn Dr. Marc-Wilhelm Kohfink - Pflanzgartenstraße 37 - 12555 Berlin - Telefon/ Telefax: 030/ 65 26 07 87

Kiez-Reporterin: simü


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Juli 2003
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