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Kiez-Report


 

Großes Kino für die YBI Immobilien GmbH

Exklusiv für Kiez-Report Leser hinter die Kulissen bei Dreharbeiten der Serie „Notruf“ geschaut.

Die Gemeinde Hollywood wurde Ende der achtziger Jahre des 19. Jahrhunderts gegründet. Der Name Hollywood stand zunächst für eine Ranch, später für ein Dorf und heute verbindet man Hollywood fast ausschließlich mit Filmproduktionen. Seit 1910 gehört Hollywood zur Stadtgemeinde Los Angeles. Das erste Filmstudio entstand 1911 (Centaur Film Co), weitere folgten in kurzem Abstand.

Der Hollywood-Schriftzug mit 14 Meter hohen Buchstaben wurde 1922 an einem Hügel im Norden der Stadt errichtet. Und nun raten Sie, liebe Leserinnen und Leser, welchen Sinn sollten die Buchstaben erfüllen? Wozu wurden sie an den Berg gepinnt?

Richtig! Eine Immobilienfirma hat damit weit sichtbar Werbung gemacht, dass sie Häuser verkauft.

Und heute sind wir nun mitten in Hollywood ... Na ja, nicht ganz, aber dicht dabei. Am Zaun hängt die Werbung der YBI Immobilien GmbH - dahinter wird gedreht.

Der erste Notruf erreicht mich am Vorabend von Claudia Fuhrmann, rechte Hand des Uwe G. Bachmann, Inhaber der YBI Immobilien GmbH, ob ich wohl morgen früh nach Fredersdorf fahren könnte. Dort wird unter der Regie der Enkiezreportl GmbH Deutschland ein Film für die Notruf-Serie (Sendung RTL, immer sonntags 19:15 Uhr) gedreht. Wo aber ist Fredersdorf und natürlich sind die Batterien für die Digicam nicht geladen.

„Ja, natürlich kann ich hinfahren“, sage ich ohne zu zögern.

Fredersdorf ??? Fahren Sie einfach immer geradeaus Richtung Neuenhagen, auf der B1, der Rest ergibt sich von alleine. Tatsächlich, ich war noch nie so schnell am fremden Ort wie heute. Geladene Batterien (dank meines Hausconcierges) und für ca. 300 Fotos Material in der Tasche, war ich die Erste am Drehort. Erst dachte ich, ich sei im falschen Film, absolute Ruhe in der dörflichen Beschaulichkeit. Dann ging es Schlag auf Schlag. Alles begann zu leben, Menschen um mich rum, Kameraleute, Stimmengewirr. Herr Zippel, Makler der YBI Immobilien GmbH begrüßte mich, und eh’ wir beide uns wehren konnten, waren wir Statisten ersten Ranges - Nachbarn des Unfallopfers Mike, der gerade aus dem Krankenhaus entlassen worden war und nun in seinem Rollstuhl die Straße entlang fuhr. Wir gehörten zu denen, die ihn freundlich in seinem Kiez begrüßten.

Die Geschichte selbst ist kurz erzählt. Was danach kam, ist tragischer und dauert länger. Ein junger Mann namens Mike verpasste mit seinem Triker die Kurve, sauste durch einen Gartenzaun direkt an einen Tannenbaum und hörte die Englein singen. Er erwachte irgendwann im Krankenhaus. Das Bein ist steif, er musste 7 Monate im Krankenhaus verbringen, der Tannenbaum lebte noch ca. 3 Jahre. Die Gartenbesitzer reagierten sofort, riefen den Notarzt. Mike musste mit einem Hubschrauber ins Marzahner Unfallkrankenhaus geflogen werden. Der Heilprozess war langwierig. Das ganze geschah Pfingsten. Man saß gerade bei der Kaffeetorte im Garten. Es war warm. Da krachte plötzlich der Triker durch den Zaun. Mike und sein Beifahrer wurden herausgeschleudert, lagen leblos auf dem Rasen. Den direkten Unfall spielen Stuntmans nach, alles andere wird jetzt von den echten Unfallbeteiligten vor der Kamera nachgestellt.

„Alle auf Position“ - klarer, lauter Ton der Regisseurin: „Okay, Ton läuft - Kamera ab - uuuund BITTE!“ Das ist das Zeichen für Herrn und Frau Braun, den Text, die Gesten und sich selbst in Bewegung zu setzen. Alles ist echt, Schauspieler gibt es hier keine. Dementsprechend dauert es auch, bis eine Szene genügend Action versprüht und im Kasten ist (Notruf ohne Dramatik - wer will so was sehen!). Frau Braun ist nach der dritten Einstellung sogar wieder so aufgeregt wie zur Originalzeit. Ihr Mann bringt den Sanikasten. Die Maskenbildnerin hantiert mit Hackepeter und einer Flasche voll blutfarbiger Flüssigkeit am Bein von Mike herum. Mike muss sich nun stöhnend auf’s Gras legen. Welche Gedanken kreisen dabei wohl in seinem Kopf?

Er hatte vor dem Unfall gerade eine Umschulung zum Dachdecker erfolgreich beendet. Nach Aussage der Ärzte wird das Bein steif bleiben, vorerst keine rosa Wolken mehr am Himmel für Mike. Der Preis für das Bremsversagen an einem geborgten! Triker ist sehr hoch. Seine Familie steht am Gartenzaun, verfolgt zurückhaltend die Dreharbeiten. Bloß gut, dass Mike trotz allem seinen Humor nicht verloren hat!

Dem Beifahrer geht es wieder gut. Ich wünsche Mike, dass er das auch irgendwann wieder von sich sagen kann. Sein Dank an die Familie Braun für die schnelle Hilfe liegt in diesen Dreharbeiten begründet. Sinn der Dreharbeiten zur Serie ist es, Unfällen vorzubeugen, aber auch zu zeigen, was zu tun ist, wenn ein Unfall passiert. Wir alle müssen wieder umsichtiger werden, dürfen an keinem Unfall vorübergehen. Helfen kann jeder, mitunter ist es eine Kleinigkeit, die dem Verunfallten große Hilfe ist. Nach einem langen Drehtag verabschiede ich mich vom Aufnahmeleiter der Enkiezreportl Deutschland GmbH Herrn Andreas Klippel. Bevor ich losfahre, mache ich eine Bremsprobe. Machen Sie das auch hin und wieder mal, liebe Leser. Alles Gute wünscht Ihnen.

 

Kiez-Reporterin: simü.


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Februar 2004
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