Erfahrungen & Bewertungen zu Bachmann Immobilien GmbH
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Bachmann Immobilien GmbH hat 4,36 von 5 Sterne | 729 Bewertungen

Kiez-Report


 

Tschüss, machs gut mein altes Haus ...

Seit neunundneunzig Jahren ist dieses Haus im Familienbesitz gewesen. Hier, wo einst der Vater vom Urgroßvater das Land mit der Sense urbar machte, um das Haus zu bauen, breitet sich heute Kaulsdorf-Nord aus und es ist längst kein verschlafenes Dorf mehr wie aus alten Zeiten. Modernität hat überall Einzug gehalten, in diesem Kiez wie auch in diesem Haus, was man an dem Giebel sehr schön sehen kann; nur das Gehwegpflaster hat scheinbar alle Zeiten überdauert.
„Ich spüre noch heute das Gefühl des kribbligen, feuchten Schnauzbartes, wenn der Urgroßvater mir einen Kuss gab", sagt Frau Arndt-Weidler. Sie hat das Haus zu DDR-Zeiten von ihrem Urgroßvater geerbt und nicht nur Kraft und Zeit und Geld investiert. Sie hat ihr Herz hineingesteckt und ständig für dieses Haus gelebt, die verschiedensten Berufe ausgeübt und meist auf Urlaubsreisen verzichtet. Der abenteuerlichste Beruf neben der Arbeit in der Baumschule und einem Wollgeschäft war wohl der, mit dem Fahrgastschiff in Berlin unterwegs zu sein. Als das Schiff den Bach hinunter fuhr, eröffnete sie ein Nagelstudio, die ja Anfang der Neunziger wie Pilze aus dem Boden schössen. Ein Kollege hatte ihr die Idee mit einem netten Kompliment nahe gebracht: Sie sei eine sehr attraktive Frau, nur ihre Fingernägel seien nicht so schön. Sie dachte darüber nach und suchte ein Nagelstudio auf. Erstaunt war sie, dass sie nicht sofort einen Termin bekam, dachte weiter darüber nach und eröffnete kurzerhand ihr eigenes Nagelstudio. Alles ging gut, sie richtete sich ein, hatte die richtige Entscheidung getroffen. Vor etwa zehn Jahren lernte sie ihren jetzigen Mann kennen. Bisher waren alle Männer vom Urgroßvater bis zum Vater Tischler gewesen; hier kam nun die berühmte Ausnahme und es zog ein Schleifer aus Gosen in das Haus ein. Gosen liegt im Südosten von Berlin. Ein hübsches kleines Dorf, deren Dorfkern mit der kleinen Kirche noch sehr beschaulich ist. Und, Frau Arndt-Weidler verliebt sich in Gosen und beschließt mit ihrem Mann, hierher zu ziehen. Sie bietet ihr Haus im Februar 2006 der Bachmann Immobilien GmbH an, die sie vom Kiez-Report und den vielen Werbetafeln kennt. Fachwissen, Kompetenz und Sympathie zeichnen dieses Team aus, an dessen Spitze Herr Uwe G. Bachmann, Inhaber und Geschäftsführer steht. Bereits im April ist das Haus verkauft! Der Einzugtermin wird mit den Käufern noch bis Ende August hinausgezögert, mehr geht nicht. Da das Haus in Gosen bis dahin nicht fertig wird, kommt vorerst ein einfaches Holzhaus zur Überbrückung auf das Baugrundstück.
Eine junge Familie mit drei Kindern zieht nun in das alt-ehrwürdige Haus. Die Großeltern kommen auch mit und wohnen dann in dem Gartentrakt, der ehemals Zimmervermietung war. Es sind also wieder drei Kinder wie zu Urgroßvaters Zeiten, die im Garten spielen werden, darüber freut sich Frau Arndt-Weidler sehr. Sollten Sie, liebe Leserinnen und Leser, im kommenden Sommer Luftballons und Girlanden an einem Haus in ihrem Kiez sehen, dann wird vielleicht der 100. Geburtstag dieses Hauses gefeiert. Gut für mich, dass ich zum Neunundneunzigsten hier war; es ist einfach spannender Neunundneunzig zu sein! Hundert klingt wie fertig, wie abgeschlossen, aber das wird ein Haus ja nie. Übrigens: Wir alle glauben, dass wir jünger sind als unsere Jahre und es sind immer die Anderen, die älter werden. Ich wünsche Ihnen eine schöne Herbstzeit.

Kiez-Reporterin: simü


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Gewinnspiel

40. Ausgabe

Oktober 2006
4. Jahrgang
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