Erfahrungen & Bewertungen zu Bachmann Immobilien GmbH
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Bachmann Immobilien GmbH hat 4,36 von 5 Sterne | 729 Bewertungen

Kiez-Report


 


Ein Haus im Wandel der Zeit

In dieses Reihenhaus, das nun mit Hilfe der Bachmann Immobilien GmbH verkauft wurde, zogen Ende der 40-er Jahre des vergangenen Jahrhunderts zunächst die Schwiegereltern von Frau Aß ein. Während des Krieges waren sie in Moabit ausgebombt, dann in die Tschechoslowakei evakuiert. Nach ihrer Rückkehr bekamen sie dieses GAGFAH-Reihenhaus zugewiesen (GAGFAH = Gemeinnützige Aktien-Gesellschaft für Angestellten-Heimstätten, Sitz in Essen, gegr. 1918 in Berlin).
Das Haus, noch sehr einfach gebaut, wird anfangs mit Kanonenöfen beheizt, in der Badestube steht eine Zinkbadewanne und ein Wasserkessel, um das Wasser zu erhitzen; so einfach war das damals. Die Schwiegereltern zog es bald wieder nach Moabit zurück und so konnte das junge Glück 1955 Einzug in das Haus halten. Mit etwas Hilfe des Stadtrates bekamen sie die Zuweisung für das Haus, alles kam zur rechten Zeit, auch die Geburt der zweiten Tochter. 1957 bekamen sie das Haus zum Kauf angeboten. Jedoch, wenig Lohn und die karge Zeit überhaupt, machten den Kauf fast unmöglich. Doch welch Glück, der Vater konnte helfen, sie bekamen die Anzahlung zusammen, kauften das Haus und waren unendlich glücklich. Herr Aß, Handwerker von Beruf, setzte seine ganze Kraft ein, um seiner Familie in den nachfolgenden Jahren ein schönes Zuhause zu schaffen. Die Kanonenöfen wurden durch Kachelöfen, später von einer Zentralheizung und noch später von einer Gasheizung abgelöst. Das Wohnzimmer wurde vergrößert und das ganze Haus unterkellert. Schwerstarbeit, denn es bedeutete, dass mit Hand und Schippe ca. 55 m? Sand, meist in gebückter Stellung, aus dem Haus hinaus getragen werden mussten.
Frau Aß erzählt: „Als unsere Töchter flügge geworden waren, boten wir das ehemalige Kinderzimmer Urlaubern an. Sie kamen gern nach Berlin und haben sich bei uns sehr wohl gefühlt, was in vielen netten Eintragungen in unserem Gästebuch nachzulesen ist." So vergingen die Jahre und bald waren die beiden ein Rentnerehepaar. Sie genossen diese Zeit sehr, machten oft Spaziergänge durch den Wald und an die Dahme. Leider verging diese schöne Zeit viel zu schnell. Herr Aß erkrankte 2005 so schwer, dass sie notgedrungen über einen Verkauf des Hauses nachdenken mussten. Durch den Kiez Report kam die Familie Aß auf Uwe G. Bachmann, Inhaber der Bachmann Immobilien GmbH, die innerhalb eines halben Jahres einen Käufer für das Haus fand.
So gingen mehr als fünfzig gemeinsame Jahre im Haus in Berlin Köpenick/Kietzer Feld zu Ende. Im Februar zogen die beiden nach Marzahn, die Wohnung gefällt ihnen. Im März stirbt Herr Aß. Frau Aß versucht in der neuen Umgebung Trost zu finden. Plötzlich allein, weit weg von allem Vertrauten. Kontakte im Haus sind nur spärlich, es ist noch nicht ihr Kiez, in dem sie nun wohnt. In der Jan-Petersen-Straße, nur 5 Minuten von ihrer Wohnung entfernt, wurde der Film mit dem bezeichnenden Titel: „Du bist nicht allein" mit Katharina Thalbach gedreht. Ganz nor¬male Geschichten in eben so einem Plattenbau. Ich wünsche Frau Aß, dass sie es schafft, Liebenswertes in ihrem neuen Kiez zu entdecken und freundliche Nachbarn im Haus. Ihnen, liebe Leserinnen und Leser wünsche ich viel Liebenswertes in Ihrem Kiez, und achten Sie einfach hin und wieder auf Ihre Nachbarn.

Kiez-Reporterin: simü

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39. Ausgabe

September 2006
4. Jahrgang
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