Erfahrungen & Bewertungen zu Bachmann Immobilien GmbH
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Bachmann Immobilien GmbH hat 4,36 von 5 Sterne | 741 Bewertungen

Kiez-Report


 

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

ich bin heute in Hellersdorf bei Familie S. zu Gast. Sie haben in Mahlsdorf ein Haus gebaut und mussten es jetzt, kaum richtig fertig gestellt, aus gesundheitlichen Gründen wieder verkaufen. Ein Schritt, der ihnen sehr, sehr schwer gefallen ist und den sie auch noch nicht richtig verkraftet haben. Ich besuche sie in der Louis-Lewin-Straße, in der sie eine Wohnung gefunden haben.

Nach wem wurde die ehemalige Paul-Verner-Straße 1992 eigentlich benannt? Louis Lewin war ein deutscher Arzt. Er wurde Mitte des 19. Jahrhunderts in Westpreußen geboren und starb 1929 in Berlin. Er war Pharmakologe, Toxikologe und Autor. Er ist der Begründer der Industrietoxikologie und Suchtmittelforschung. 1856 zog die Familie nach Berlin ins Scheunenviertel. Sein Vater war Schuhmacher und ein ausgezeichneter Kenner der jiddischen Sprache. Louis Lewin konnte trotz der insgesamt schlechten Lage an der Humboldt-Universität zu Berlin studieren und seine akademische Laufbahn an der Charité beginnen. 1881 heiratet er Clara Wolff (sie wurde im Alter von 80 Jahren im KZ Theresienstadt umgebracht). Er reiste in die USA und Kanada und bekam 1893 einen Professorentitel. 1923 erhielt er endlich einen Lehrauftrag an der Technischen Hochschule in Berlin. Louis Lewin, dessen Eltern Rahel und Hirsch Lewin mit bürgerlichem Namen Appelbaum hießen, vermied nach Möglichkeit alles Ostjüdische, so auch die jiddische Sprache. Trotzdem blieb er im Herzen immer Jude, aber auch immer ein Außenseiter unter den großen jüdischen Medizinern.

Nun ja, keine Äppelbäume sondern 15 Pflaumenbäume musste Familie S. zunächst abholzen, um das Baugrundstück urbar zu machen. 2003 hatten sie es in Mahlsdorf gekauft, um sich endlich den Traum vom eigenen Haus zu erfüllen. Von Anfang an jedoch stand das Projekt unter keinem guten Stern. Die erste Baufirma ging Pleite, erst eine zweite schaffte es, die Bauverzögerung einigermaßen in Grenzen zu halten. Dann zog es den Sohn wegen der besseren Arbeitsbedingungen in die Schweiz. Als das Haus fertig war, standen Herr und Frau S. alleine da. Eigentlich hatten sie sich ihre Zukunft anders vorgestellt. Dann machte die Erkrankung von Herrn S. endgültig einen Strich durch alle Zukunftsträume.

Die Bank forderte weiter ihr Geld, das Familie S. unter den eingetretenen Umständen nicht mehr aufbringen konnte. So blieb also nur der Weg das Haus zu verkaufen. Sie hatten es inzwischen gerade wegen der vielen Schwierigkeiten, die der Bau verursacht hatte, besonders lieb gewonnen und alles Herzblut hineingesteckt. Frau S. liebte ihren Garten über alles. Herr S., Handwerker mit ganzem Herzen, wusste stets die guten Nachbarn zu schätzen, man half sich untereinander ohne viel zu fragen. Eine gute Gemeinschaft, in der sich alle sehr wohl fühlten war zusammen gewachsen.

Durch unseren Kiez-Report war Familie S. Bachmann Immobilien bekannt. Und als sie von einer Nachbarin, die gute Erfahrungen gemacht hatte, bestärkt wurden, nahmen sie Kontakt zu Herrn Uwe G. Bachmann, Inhaber und Geschäftsführer, auf. Er kam und konnte mit Sympathie und Fachkenntnis, sowie viel Fingerspitzengefühl überzeugen. Familie S. fasste Vertrauen, fühlte sich von Anfang an gut beraten und betreut, so dass das Haus zügig und erfolgreich verkauft werden konnte.

Natürlich gab es Tränen als der Umzugswagen vor der Tür stand. Noch ist die neue Wohnung sehr fremd und der kleine Balkon wird Haus und Garten nicht ersetzen können. Ich wünsche diesen beiden tapferen Menschen viel Gesundheit und gute Kontakte in der neuen Mietergemeinschaft, so dass sie sich auch hier bald richtig wohl fühlen werden.

Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, wünsche ich schöne Herbsttage unter freundlichen Nachbarn in unserem Kiez.

Ihre Kiez-Reporterin: simü


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85. Ausgabe

November 2010
8. Jahrgang
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