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Kiez-Report


 

Aus Woltersdorf zum Enkel in den Sandkasten…

Ich bin mit Frau G. in ihrem neuen Zuhause verabredet. Ich klingele und sie ruft mir zu: „Kommen Sie einmal um’s Haus herum, wir sind im Sandkasten“. Sie hat heute ihren Enkel in Betreuung. Diese Unkompliziertheit war mir gleich sympathisch. Auf dem Rand des Sandkastens sitzend spreche ich mit Frau G. über Haus, Kinder, Enkel, Krankheit und ihre neue Wohnung. Es ist ruhig rundherum und vom Balkon des gegenüberliegenden Häuserblocks grüßt die Tochter von Frau G. herunter.

Bis vor Kurzem hat Frau G. mit ihrem Mann noch im eigenen Haus in Woltersdorf im Wiesenring gewohnt. Der Tausch vom großen Haus mit Garten gegen eine Wohnung im Neubau, mit großem grünem Hinterhof, erstaunt mich ein wenig. Frau G. steht noch fest im Arbeitsleben und der Ruhestand scheint in weiter Ferne zu liegen. Während ich versuche in Erfahrung zu bringen, was sie wohl dazu bewogen haben mag, turnt ihr kleiner Enkel mit seinem Ball über die Wiese.

Die Familie G. hatte vor ca. 10 Jahren ein 600 m² großes Grundstück in Woltersdorf erworben und dort ein Haus für die Familie errichtet. Auf 120 m² sollten sich zwei Erwachsene, 5 Kinder und ein Hund wohlfühlen. Die Zimmer waren über zwei Etagen verteilt. Das meiste am Haus wurde in Eigenarbeit gebaut, und jede Bauphase wurde intensiv miterlebt. Die „Häuslebauer“ unter Ihnen werden diese Leistung nachvollziehen können und vielleicht auch das Gefühl, wenn es endlich bezugsfertig ist, die Kinderzimmer aufgeteilt werden und man das erste Mal den eigenen Rasen vor der Haustür betritt. Frau G. wurde mit ihrer offenen Art auch in der Nachbarschaft sehr schnell aufgenommen und ihr Mann auch. Er hat hier und da mal ausgeholfen, wenn „Not am Mann“ war. Sie fühlten sich wohl und angekommen in ihrem neuen Zuhause.

Irgendwann wurde das Haus dann aber zu groß, die Kinder zogen eines nach dem anderen aus und die Zimmer blieben leer. Sicher ist es schön, über ein Gästezimmer zu verfügen, aber doch nicht über drei! Es sei denn, man wolle einen Pensionsbetrieb im eigenen Haus. Das wollten die G`s. nicht - war aber auch nicht der Grund für den Verkauf. Herr G. erkrankte schwer, und es war nicht klar, ob er diese Krankheit überstehen würde. Zahlreiche Untersuchungen und Therapien standen bevor; es wurde ein Kampf für beide Ehepartner. Frau G. erzählt mir, dass ihr Mann mit seinem Überlebenswillen das Krankenhauspersonal ein ums andere Mal in Erstaunen versetzt habe. Als ausgebildete Krankenschwester konnte sie den Ernst der Lage einschätzen und verbrachte den größten Teil ihrer arbeitsfreien Zeit bei ihrem Mann. Auch für die Kinder war die Situation nicht leicht. Ihr Vater, den sie als kräftigen, zupackenden Mann kennen, kämpfte plötzlich mit einer heimtückischen Krankheit um sein Leben.

Nun rückte natürlich vieles in den Hintergrund, auch das Haus. Im Vordergrund stand das Überstehen der Krankheit und vielleicht schon ein wenig der Plan für ein Leben danach.

Der Gedanke an den Verkauf des Hauses nahm Formen an. Um nichts falsch zu machen wird der Verkauf einem Profi überlassen, und Frau G. war froh Herrn Bachmann gefunden zu haben, der für einen reibungslosen Hausverkauf gesorgt hat.

Aber es ist eben nicht immer nur ein Haus, was verkauft werden soll. Daran hängen Erinnerungen und ein Teil des Herzens. Man kann sich noch an den einen oder anderen Stein erinnern, der einem vielleicht auf den Fuß gefallen ist, ehe er seinen Platz in der Mauer gefunden hat. Oder an die Kinder, die über die Baustelle getobt sind. Diese Erinnerungen nimmt Familie G. nun mit.

Ihr neues Zuhause ist ein ruhig gelegener Wohnblock, zu DDR-Zeiten erbaut und von viel Grün umgeben. Frau G., ihr Mann und ihr Sohn, welcher noch bei ihnen wohnt, fühlen sich wohl in der neuen Umgebung. Sie beginnen dort ein neues Leben, welches hoffentlich glücklich verläuft und von jeder Art von Krankheit verschont bleiben möge.

Kiez-Reporterin: Frau Klein


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