Bachmann Immobilien Kiez-Report Oktober 2005: Seite 4
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Schlittenhunde im Spreewald
Bacira, Aram, Daki, Anook, so heißen die Hunde, die mit über 400 anderen Schlittenhunden am 12. und 13. November 2005 beim 5. Internationalen Schlittenhunderennen in Burg/Spreewald antreten werden.
Bisher war uns der Spreewald durch seine schöne und einzigartige Flusslandschaft mit einem Netz von 970 Kilometern Fließgewässer bekannt, aber Alaska im Spreewald? Seit fünf Jahren ist hier von Oktober bis März die Saison für das jährliche Schlittenhunderennen. Die Gespannführer – auch Musher genannt - reisen mit ihren Hunden aus ganz Deutschland, Polen und Tschechien an, um sich mit diesem außergewöhnlichen Hobby zu präsentieren. Sie lieben die Rudelhunde und ihre überaus große Freundlichkeit zu Menschen. Da Schlittenhunde keine Wachhunde sind, sind sie auch nicht aggressiv. Es macht ihnen Spaß, Lasten zu ziehen und sie haben eine unvorstellbare Energie, die beim Rennen freigesetzt wird. Es gibt vier Hunderassen: Die Siberian Huskys aus Ostsibirian sind die Schnellsten, mit sehr viel Ausdauer und bereit stundenlang zu arbeiten. Die Alaskan Malamutes aus dem Norden sind die Kräftigsten unter den Schlittenhunden. Die Samojeden kommen vom gleichnamigen Stamm, aus dem Gebiet des sibirischen Jenissei und die starken und schnellen Grönlandhunde werden wegen ihrer ausdauernden Leistung vor dem Schlitten geschätzt.
Die Geschichte der Schlittenhunde begann 1925 in Alaska. In der von Schneemassen verhüllten Stadt Nome brach eine verheerende Diphtherie-Epidemie aus. Die dringend notwendigen Impfstoffe mussten schnellstens aus der Ferne, von mehr als 1.000 Kilometern, über eine schlecht befahrende Wegstrecke herbeigeholt werden. Nur 5 Tage waren die mutigen Musher und ihre Schlittenhunde unterwegs und retteten mit dem Serum das Leben von 150 Menschen. Der Postschlitten hätte für die gleiche Strecke drei Wochen gebraucht.
Die Strecke im Spreewald ist nur 7 Kilometer lang. Für die dickfelligen und an Kälte gewöhnten Schlittenhunde völlig ausreichend. Da der Spreewald im November noch keine tief verschneite Landschaftsidylle bietet, werden die Gespannführer die Hunde Bacira, Aram, Daki, Anook und die Anderen vor einen Trainingswagen mit vier Rädern spannen, als Vorbereitung auf die Schneesaison. Bis zu 15 Hunde lenkt ein Musher. Die Zuschauer haben entlang der Hauptspree einen weiten Blick über den gesamten Streckenverlauf. Start und Ziel ist ab 10 Uhr am Penkeweg, Nähe Bismarkturm.
Wer die Hunde aus der Nähe kennen lernen möchte, hat in der Pause oder nach dem Rennen die Möglichkeit das Lager der Schlittenhunde zu besichtigen. Die Musher geben gern Auskunft über die Rasse und Tierhaltung.
Den eigenen Hund sollte man lieber zu Hause lassen, da der Vierbeiner mit der Situation von einem Rudel Schlittenhunde umgeben zu sein sicher überfordert wäre. Ein rudelfremder Hund würde die Gespanne auf der Rennstrecke ablenken.
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