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Gewinnspiel

75. Ausgabe

Dezember 2009
7. Jahrgang
 




Das Schloss der Königin Elisabeth Christine

Sommerresidenz der Gattin Friedrichs des Großen und somit die glanzvolle Epoche der preußischen Königin erleben. Das Schloss Schönhausen im Pankower Ortsteil Niederschönhausen, Tschaikowskistraße 1, wurde restauriert und aufgemöbelt. Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg wird das Schloss ab dem 19. Dezember als Museum eröffnen.

Vorbei sind die Zeiten für DDR-Schnörkeltapete, für lila Fliesen und rosa Auslegware, für den eigenwilligen Schick in den „Schlafsalons“ der Staatsgäste. Aber auch die Zeit zwischen 1949 und 1990, als Schönhausen Sitz des Staatsoberhauptes der DDR und danach Staatsgästehaus war, gehört zur wechselvollen Geschichte des Schlosses. So erfährt man bei einer Führung durch die original ausgestatteten Räume, dass Michail Gorbatschow, Indira Gandhi und Fidel Castro hier nächtigten, oder wo im sozialistischen Gästehaus empfangen und regiert wurde. Auch das Arbeitszimmer des ersten Präsidenten Wilhelm Pieck wurde mit Möbeln der 50er Jahre wieder hergerichtet. Eine Dauerausstellung gibt Einblicke in den Lebensalltag der SEDFunktionäre, gut bewacht hinter hohen Zäunen, Schlagbäumen und bewaffneten Posten.

Jetzt ist der graue Putz ab und das Schloss leuchtet wieder im rötlichen Gelbton wie zu Königszeiten. Die Wohnräume von Elisabeth Christine sind so hergerichtet, wie sie sich 1740 eingerichtet hatte und vermitteln einen lebendigen Eindruck von der Lebensweise der Königin. Im repräsentativen Gartensaal hängen die Porträts der adligen Hofdamen. Die aus Zedernholz getäfelte Galerie ist noch gut erhalten und soll an die hoch herrschaftliche Zeit erinnern. Viele originale Möbelstücke, Porzellan, Schmuck und Gemälde, die auf andere Museen verteilt waren, wurden ins Schloss zurückgeholt. Prunkvoll, mit historischen Stuckarbeiten an der Decke und Stuckmarmor an den Wänden, ist der Festsaal geworden. Es ist der Einzige in Berlin mit komplett erhaltenem Rokoko-Interieur. In diesem prachtvollen Saal sollen wieder Konzerte und Lesungen stattfinden.

Die Arbeiten zur Wiederherstellung des Schlossgartens, mit seinen uralten Bäumen, dem Brunnen, Teepavillon und Seerosenbecken werden nach der Museumseröffnung fortgesetzt. Interessant ist auch das Villenviertel im geschichtsträchtigen und damals nur mit Passierschein zugänglichem Quartier am Majakowskiring. Da wo früher DDR-Politiker und Prominenz wohnten, wohnen heute Stars und Sternchen. Die denkmalgeschützten Gebäude, mit altem Baumbestand in den Vorgärten sind saniert, und neben alten Villen stehen moderne Stadtvillen mit außergewöhnlicher Architektur. Das Viertel mit dem Flüsschen Panke ist für sie eine idyllische Wohngegend. Aber so richtig perfekt wird die Idylle sicher erst, wenn der Flugverkehr von Tegel nach Schönefeld verlagert wird.

Kiez-Reporterin: C. Goesch

 


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