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Gewinnspiel

175. Ausgabe

Februar 2019
16. Jahrgang
 

Rentner aufgepasst! Das Finanzamt droht


Nach dem Alterseinkünftegesetz von 2005 unterliegen die Altersrenten der Besteuerung nach dem Einkommenssteuergesetz. So werden Renten wie Lohn und Gehalt, Ersparnisse und Mieteinkünfte besteuert, jedoch zunächst nicht die gesamte Rente, sondern der zu versteuernde Betrag erhöht sich je Renteneintrittsalter jährlich nach und nach um 2 % bis zum Jahr 2020 und danach um jährlich 1 %, bis im Jahr 2040 die gesamte Rente der Besteuerung unterliegt. Trotzdem nutzt es nichts, so zu tun, als gäbe es die Rentenbesteuerung nicht. Rentenempfänger werden ja nicht fortlaufend, wie Bezieher von Lohn und Gehalt, durch Abzug besteuert. Vielmehr muss der Rentner selbst prüfen, ob er steuerpflichtig ist. Sofern man den Kopf in den Sand steckt und die Verpflichtung zur Abgabe der Steuererklärung ignoriert, kann das Finanzamt noch sieben Jahre rückwirkend die Steuererklärungen verlangen. Dann werden aber nicht nur die Rentenbezüge versteuert, sondern alle Einkünfte aus Ersparnissen, Wertpapieren, Mieten und sonstigen Vermögenserträgnissen. Aber wo sind inzwischen die Belege für die Ausgaben und Aufwendungen, die von der Steuer abgesetzt werden könnten, also die sogenannten außergewöhnlichen Ausgaben, wie Pflegeheimkosten, wenn das Pflegegeld nicht ausreicht, Kosten für medizinische Eingriffe, falls die Krankenkasse nicht oder nicht alles übernimmt, Brillen und Zahnersatz, gerade wenn sie teurer sind, als die von der Krankenkasse akzeptierten Beträge, um nur einige Beispiele zu nennen? Leider endet die Steuerpflicht auch nicht mit dem Tod des Steuerpflichtigen. Auch die Erben können zur Abgabe der Steuererklärung und ggf. zur Steuernachzahlung verpflichtet werden! Zum Glück trifft die Rentenbesteuerungspflicht nicht jeden Rentenbezieher, denn es gibt den sogenannten steuerfreien Grundfreibetrag. Dieser liegt für Alleinstehende bei 9.000 € und für Verheiratete bei 18.000 € im Jahr. Wer sich unsicher ist, sollte sich bei einem Steuerberater oder Lohnsteuerhilfeverein Rat einholen. Apropos Rente: Der Autor hat viele Jahre mit Freude jeden Monat die Rechtsbeiträge für den Kiez-Report verfasst, gern die Kommentare und Anmerkungen der Leser mit Interesse zur Kenntnis genommen und Anregungen zur thematischen Gestaltung der Beiträge berücksichtigt. Nun ist es aber an der Zeit, selbst in Rente zu gehen und das Feld den jüngeren Kollegen unserer Anwalts- und Notarkanzlei zu überlassen. Ich bin überzeugt, dass die künftigen Beiträge genauso spannend und lehrreich sein werden, um das Interesse der Leser des Kiez-Reports für rechtliche Fragen wachzuhalten.

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