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Gewinnspiel

181. Ausgabe

August 2019
17. Jahrgang
 

„Ich bin für Sicherheit“





Heinz G. ist 83 Jahre und schon zu DDR-Zeiten viel in der Welt rumgekommen. Er war Schrift- und Grafikmaler, durfte im Ausland arbeiten, in Afrika und in Asien. „Ich habe so viel Glück gehabt“, sagt er. Zu den vielen glücklichen Erinnerungen seines Lebens zählen aber auch die Stunden, die er mit seiner Frau und seiner Tochter auf dem Wochenendgrundstück in Bernau verbracht hat. An diesem Grundstück lässt sich ein Stück deutscher Geschichte erzählen. Sein Großvater, von Beruf Kohlenhändler, hatte das 1.400 Quadratmeter Grundstück gekauft. In der Weltwirtschaftskrise baute er eine Laube darauf und weil das Geld knapp war, nur zur Hälfte aus Stein, die andere Hälfte aus Holz. Sein Vater erbte das Grundstück mit der Laube, doch der ging vor dem Mauerbau nach Westberlin – und kam nicht wieder zurück. Ein Lastenausgleich auf Vermögen in der Nachkriegszeit wurde am Ende nicht verlangt und so konnte er das Grundstück übernehmen. Er pflanzte so manchen Obstbaum. Die Äpfel und Pflaumen hatten ein wunderbares Aroma. „Es war wie im Paradies“, sagt er. Dieses Paradies hat Heinz G. vor Kurzem verkauft. Und wer mit ihm spricht, der spürt, wie schwer ihm die Entscheidung gefallen ist, sich davon zu trennen. Aber seine Tochter ist vor fünf Jahren gestorben, seine Frau vor wenigen Monaten. Die Zeit war hart. Er hat seine Erika fünf Jahre lang liebevoll selbst gepflegt. Jetzt schwinden seine Kräfte spürbar, die Pflege des Grundstücks schafft er nicht mehr. Dass ein Verkauf nur mit Makler in Frage kommt, stand für ihn von Anfang an fest. Risiken mag Heinz G. einfach nicht mehr eingehen. Die Unterlagen zusammensuchen, die Behördengänge, Anzeigen schalten, die Bonität der Kaufinteressenten prüfen und Besichtigungen durchführen, allein einen Notar beauftragen, das wollte er sich nicht zumuten. „Mir ist Sicherheit lieber“, sagt er. „Wer keinen Profi engagiert, muss dumm sein.“ Im März beauftragte er die Firma Bachmann Immobilien aus Berlin-Mahlsdorf, die in Zepernick eine Filiale hat, weil ihm das Unternehmen von zwei ehemaligen Kollegen empfohlen worden war. Gleich beim ersten Besuch hatte Heinz G. einen so sympathischen Eindruck von Uwe G. Bachmann, dass er ihm nach dem Zeigen der Anschlüsse für Frisch- und Abwasser gleich die Schlüssel übergab. Den Rest übernahm das Bachmann-Team. Heinz G. war deshalb nicht vor Ort, als das firmeneigene Filmteam von Bachmann Immobilien das Immobilienvideo für die Anzeige im Internet drehte, er war nicht bei den Besichtigungen dabei, er verfolgte nicht den Verkaufsprozess über den Tracker im Internet, den das Unternehmen für seine Kunden anbietet. „Ich brauchte mich um nichts zu kümmern“, sagt er. Und weil Baugrundstücke begehrt sind, dauerte die Suche nach einem Käufer nicht lange. Wenige Wochen nach der Veröffentlichung der Anzeige war ein Käufer für das Paradies von Heinz G. gefunden. Wenn er im Rückblick eine Note für die Abwicklung des Verkaufs zu vergeben hätte – dann ein glattes „Sehr gut“, sagt er mit Nachdruck. Die Käufer sind nett und sehen, wie ihn die Trennung schmerzt. „Sie haben gesagt, dass ich jederzeit zu Besuch kommen kann“, sagt er. „Das fand ich unheimlich nett.“ Beim Notartermin war Uwe G. Bachmann persönlich dabei und überreichte ihm die DVD mit dem Immobilienvideo vom Grundstück als Erinnerung. Auch das empfand er als eine freundliche Geste, selbst wenn er sich das Video bislang nicht angeschaut hat, aber wenn die Zeit kommt, wird er sich daran erinnern.

Kiez-Reporterin: Frau Kaemmel

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