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Kiez-Report


 

Dann ging alles plötzlich ganz schnell




Vor 16 Jahren hatte der Lastkraftwagenfahrer ein großes Einfamilienhaus aus den 30er Jahren in Bestensee erworben, das in zwei Wohnungen aufgeteilt worden war – und damit ideal geeignet für ein gemeinsames Zusammenleben von ihm und seiner Frau mit der Tochter, deren Mann und deren beiden Kindern. „Nach der Arbeit habe ich mit den Enkeln gespielt, ich konnte das Opa-Sein so richtig ausleben“, sagt Peter G. Aber irgendwann war deren Papa weg, die Tochter fand einen neuen Job in einer anderen Stadt und zog mit den Kindern aus. „Wenn man so große Pläne macht, hört man leise den Herrgott lachen“, sagt er heute. Für die leere Wohnung suchten sich Peter G. und seine Frau Birgit eine Mieterin. Das lief ein paar Jahre gut. Dann zog sie wieder aus. Sie fanden neue Mieter, ein junges Paar mit Baby. Auch das ging ein paar Jahre gut, bis der Familie die Wohnung zu klein wurde. „Wir hatten zweimal Glück. Wir wollten das Glück nicht noch einmal herausfordern.“ Deshalb beschlossen sie, das Haus zu verkaufen und sich ein kleineres Objekt zu suchen. Für die Finanzierung brauchten sie das Geld aus dem Verkauf ihres Hauses in Bestensee. Drei Makler schauten sich das Objekt an und taxierten den Wert. „Die Differenz zwischen den Preisschätzungen lag bei 150.000 Euro“, erzählt Peter G. Verunsichert entschieden sie sich für einen Makler, der über die Bank empfohlen worden war und ihnen einen ambitionierten Preis versprach. Für diesen Preis stellte er das Objekt mit ein paar Fotos bei einem Internetportal ein. „Ganz ehrlich, das hätte ich auch allein gekonnt“, sagt Peter G. „Nach Monaten haben wir uns wegen Erfolglosigkeit von ihm getrennt.“ Jetzt waren sie auf der Suche nach einem neuen Makler und bei einer Fahrt durch Berlin fiel Peter G. die Werbung von Bachmann Immobilien auf. „Videomakler“ stand da zu lesen. Peter G. schaute sich im Internet die Firmenwebseite an und war überrascht. Zu jeder Immobilie gab es ein Video mit einem virtuellen Hausrundgang. Auch beeindruckte es ihn, dass Bachmann Immobilien jeden Monat so viele Kaufimmobilien vermittelt. Uwe G. Bachmann kam persönlich am folgenden Wochenende nach Bestensee, um das Haus in Augenschein zu nehmen – und gab eine Preisschätzung ab, die die Lage an der Hauptstraße und die Verkleidung mit Holzpaneelen im Inneren berücksichtigte. Und es zeigte sich schnell, dass es dieses Mal ein realistischer Preis war. Denn nachdem das firmeneigene Filmteam das Immobilienvideo gedreht hatte und die Anzeige im Internet veröffentlich war, gab es gleich eine Reihe von Anfragen. „Das gesamte Team war hochprofessionell bei der Sache, jeder wusste Bescheid, alle waren gut drauf. Das hat richtig Spaß gemacht“ , schildert er seine Eindrücke. Eine zweite Besichtigung musste nicht mehr angesetzt werden, das Haus hatte sofort einen Liebhaber gefunden. Knapp acht Wochen nach dem ersten Kontakt mit Uwe G. Bachmann fand der Notartermin statt. Er ist inzwischen umgezogen – sein neues Haus steht im Unterspreewald, nur ein paar Schritte von einem See entfernt. Lärm gibt es hier nur, wenn ein Schmetterling gegen ein Fenster fliegt. Genau so hatte er sich das gewünscht – und dieses Mal ist der Plan aufgegangen.

Kiez-Reporterin: Frau Kaemmel

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177. Ausgabe

April 2019
17. Jahrgang
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